15 Tipps die beim Buch schreiben wichtig sind

Jeder kann ein Buch schreiben. Aber nicht jeder kann ein gutes Buch schreiben. Um ein gutes Buch zu schreiben, ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Aspekten des Schreibens auseinanderzusetzen.

In diesem Artikel werden wir 15 wichtige Tipps für das Schreiben eines Buches besprechen. Diese Tipps werden Ihnen helfen, Ihr Buch von Anfang bis Ende zu planen, zu schreiben und zu veröffentlichen.

Tipp 1. Warum schreiben Sie?

Es gibt viele Gründe, warum jemand schreiben will. Sie führen ein Tagebuch, um wichtige Ereignisse schriftlich festzuhalten, um sich später einmal daran erinnern zu können, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sie wollen Ihrer Nachwelt ein epochales Werk hinterlassen.

Sie schreiben, weil Sie mit Sprache gerne „jonglieren“. Was Sie sehen und erleben, wollen Sie in Sprache festhalten, nicht nur im Foto. Sie schreiben für andere Menschen, für Senioren oder Kinder, um sie zu unterhalten.

Sie ĂĽbersetzen fremdsprachige Texte, damit andere Menschen sie verstehen.

Sie schreiben schließlich, um damit Geld zu verdienen, Ihren Lebensunterhalt, die Ernährung Ihrer Familie, ein Studium damit zu finanzieren, oder einfach nur, um zu überleben.

Es gibt so viele Gründe. Aber einen sollten Sie schon haben. Wichtig ist nämlich, dass Sie die Gründe kennen, warum Sie schreiben. Ein persönliches Ziel sollte dahinterstehen. Seien Sie sich selbst gegenüber dabei ehrlich. Nur Sie selbst können die Frage beantworten. Manchmal hat es auch mehrere Gründe und Antworten.

Da Sie diesen Artikel bis hier hin gelesen haben, verfolgen Sie mit dem Schreiben sicher (auch) kommerzielle Gedanken. Notieren Sie am besten die Antwort(en) auf die Frage, warum Sie schreiben auf einen Zettel oder in ein Notizbuch. Nehmen Sie gelegentlich diese Aufzeichnung wieder zur Hand und überprüfen Sie das Vorhaben. Machen Sie sich klar, ob Sie noch auf dem richtigen Weg sind, sich die richtigen Schreib-Werkzeuge zugelegt haben, um Ihr Ziel zu erreichen. Prüfen Sie also, ob Sie noch auf Spur sind, warum Sie nämlich schreiben wollen. Es kann nämlich passieren, dass sich manchmal beim Schreiben die Ziele verwässern. Man wird plötzlich zu verspielt und selbstverliebt in seine Texte. Das hat dann auf einmal nichts mehr mit „Schreiben Sie sich reich“ zu tun.

Tipp 2. Schreib-Strategien

Die meisten Text-Starter haben erst einmal Angst vor dem weißen Blatt Papier. Und damit sind Sie nicht einmal allein. Selbst berühmte Schriftsteller befällt manchmal noch die Angst vor dem leeren Blatt, wenn sie plötzlich Denk-Blockaden haben oder der Gedankenfluss nicht mehr so will. Gedanken kreisen im Kopf. Die Inspiration liegt auf der Lauer.

Selbst der Trick mit der Tastatur funktioniert nicht. Es gibt Schreiber, die brauchen keinen Plan, kein Konzept. Wenn sie eine Tastatur oder einen Stift in der Hand haben, kommt es ihnen. Der Schreibfluss ist einfach da. So wie manche Leute unter Drogen wie Kokain zu Höchstleistungen fähig sind, bewirkt das bei Textern das Keyboard oder der Schreibstift. Aber den meisten passiert es eben, dass ein weißes Blatt Papier sie lähmt. Es fällt nichts mehr ein. Der Ideenfluss ist wie abgeschnitten. Und dann verlässt Sie plötzlich der Mut, einfach mal loszuschreiben. Nutzen Sie dazu Techniken berühmter Vorbilder wie Hermann Hesse. Der umging die Angst vor dem Schreiben und dem leeren weißen Blatt Papier damit, dass er häufig auf der Rückseite von alten Briefumschlägen, auf Kalenderblättern oder Briefen seines Verlegers einfach das schrieb, was ihm an Gedanken zu dem Thema gerade einfiel.

Dahinter steht ein psychologischer Effekt: Das schon beschriebene Blatt oder der Umschlag als Provisorium helfen vor zu hohen Ansprüchen. Die Reinschrift kommt erst später. Und manchmal sind die Spontan-Ideen ja nur ein Gerippe, ein Gerüst für das spätere Ausformulieren. Hermann Hesse hat sich auch mehrere Kladden zugelegt, in denen er seine Ideensammlungen schrieb, später hervorholte und daraus dann seine Romane ausformulierte.

Nehmen Sie deshalb als Tipp folgendes an:

Niemand erwartet von Ihnen gleich bei Ihren ersten Schreibübungen einen druckreifen Text. Ganz im Gegenteil: Je freier Sie schreiben, je mehr Sie dabei mit Ihren Worten experimentieren, desto besser werden Sie beim Schreiben. Befreien Sie sich vom Perfektionsdruck mit Kladden wie Hermann Hesse. Sie können auch beschrieben Zettel nehmen oder Hefte nutzen, Notizblöcke wählen – was zu Ihnen passt. Betrachten Sie quasi die Material-Sammlung als eine Vor-Übung. Das geht auch am Computer. Legen Sie sich auf Ihrer Desktop-Arbeitsfläche mehrere Ordner, die Sie „Ideen“, „Übungen“ oder „Buch-Konzept XYZ“ nennen.

Einfach los schreiben! Wiederholungen sind nicht schlimm, ähnliche Begriffe auch nicht. Machen Sie ein Brainstorming zum Thema, das Sie bearbeiten wollen. So haben Sie später beim Schreiben wichtige Gedankenstützen. Und Sie haben einen Grund, direkt loszuschreiben, wenn Sie eben nichts vergessen wollen. Unterbrechen Sie Ihren Gedankenfluss, wenn Ihnen nichts mehr einfällt. Gehen Sie spazieren und lassen das Thema gedanklich im Kopf. Entweder nehmen Sie ein Notizbuch mit oder nutzen Ihr Handy als Diktiergerät, wenn Ihnen noch etwas einfällt. Manchmal muss man eine Geschichte auch über Nacht ruhen lassen, wieder neu mit der Gedankensammlung starten. Aber manchmal muss man sich auch wieder zum Thema zwingen, wenn man allzu sehr abschweift oder erkennt, dass man es schon viel zu lange hat liegen lassen. Nicht aus den Augen verlieren oder gleichzeitig an zu vielen Baustellen arbeiten!

Befreien Sie sich vom Perfektionsdruck. Sollte Ihnen dabei aber ganz zufällig ein perfekter Text gelingen, zum Beispiel ein idealer Newsletter oder Werbetext für ein neues Produkt, umso besser.

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Tipp 3. Ideen und Inspiration beim Buch schreiben

Jeder Text braucht Leben. Ohne Emotion, Inspiration oder pfiffige Ideen ist jeder Text nichts. Man muss dem Text anmerken, dass er nicht einfach technisch runtergeschrieben, sondern dass er mit groĂźem Engagement verfasst ist. Ja, ein kreativer Schreib-Prozess ist kompliziert. Finden Sie dabei immer die richtige Mischung zwischen rational gesteuertem Schreiben und inspirativen Eingebungen.

Man optimiert diesen Vorgang, wenn man sich zunächst einen konkreten Rahmen für das Texten schafft. Das können zeitliche Limits sein, Pausen oder Reaktionen auf Denkblockaden. Auch einfache technische Dinge wie Abschalten des Handys, einen freien Schreibtisch ohne Ablenkungen, Schreiben nur bei Offline-Internet und so weiter. Dagegen müssen Sie Ihre Inspiration während des Schreibvorgangs ständig auf Trab halten. Füttern Sie Ihre Inspiration aus dem Fundus, der in Ihnen steckt: Lebens- und Berufs-Erfahrung, Beobachtungen, eigene und erfahrene Erlebnisse.

Schauen Sie mal in die Biografien berühmter Schreiber. Es sind fast alle gute und unermüdliche Beobachter. Dabei gibt es geniale Typen wie die Autorin, Hörfunkjournalisten und Fernsehmoderatorin Elke Heidenreich. Ihr genügt eine kleine Begebenheit, die sie aus der Ferne betrachtet, um daraus ein „Kopfabenteuer“ zu starten. Die meisten Schriftsteller aber behalten nicht alle ihre Abenteuer und Erlebnisse im Kopf. Am besten ist es, ständig ein Notizbuch mit sich zu führen oder sein Smartphone als Diktiergerät (Memo App.) zu nutzen, und alle Blitz-Erinnerungen, Erlebnisse, Gedanken und Ideen spontan festzuhalten. Halten Sie Momentaufnahmen mit kurzen Worten fest.

Wichtig sind dabei Adjektive. Damit beschreiben Sie detailliert Gegenstände, Personen oder Erlebnisse. Sie sollten aber auch Träume, Ihre subjektiven Eindrücke und alle Einfälle aufschreiben. Wir haben manchmal verrückte Ideen, die so im wirklichen Leben nicht vorkommen. Allein schon der Gedanke, was würde ich mit einer Million machen oder auf meinem Konto ist plötzlich eine Million falsch gebucht. Schnell lässt sich daraus ein Krimi spinnen. Oder Sie bemerken plötzlich eine ganz komische Person, crazy und abgefahren, einen verrückten Typen, der mit Ohrstöpseln um sich herum nichts mehr wahrnimmt und in einer belebten Fußgängerzone tanzt.

Ihnen fallen beim Verfassen eines Problemlöser-eBooks plötzlich eigene Erfahrungen ein, die kein anderer so bisher erlebt hat. Dann sind Sie gerade dabei, ein ganz einmaliges Buch zu verfassen. Das ist dann die Inspiration, aus der heraus Ihr Text lebt. Dazu kommt die Farbe Ihres Textes, das „Wie“ der Beschreibungen, die Gestaltung der Worte, Ihre Sprache und Ausdrucksweise. Das ist Ihre persönliche Note, Ihr Stil, ja, Ihr literarischer Fingerabdruck. Ihre Notizen über alles Mögliche – Menschen, Situationen, Erlebnisse – geben Ihrem Text die notwendige Buntheit, die Sie gezielt beimischen können. Ein bekannter Autor sagte einmal, beim Schreiben sollte man ein wohlorganisierter Träumer sein.

Tipp 4. Persönlicher Schreibrhythmus

Sie werden es nicht hinbekommen, längere Texte in einem Guss runterzuschreiben. Das gelingt Ihnen vielleicht mal bei einem Newsletter, einem Werbetext, wenn Sie in einer fast schon besessenen kreativen Phase sind. Es gibt so „selbstzerstörerische“ Workaholics, die nicht eher lockerlassen, bis der Text steht, selbst wenn Sie dabei eine Schachtel Zigaretten verqualmen oder ein Sixpack Bier versaufen. So muss jeder Schreiber seine Arbeit organisieren. Nur so können Werke auch wirklich entstehen und bleiben nicht nur zahlreiche Fragmente. Doch, es gibt solche Typen: Die sitzen wirklich auf zehn angefangenen Büchern und bringen keins wirklich zu Ende.

Deshalb ist es so wichtig, dass sich der Texter organisiert und vor Beginn des Schreibens überlegt, wie viel Zeit er seiner Schreibtätigkeit einräumt. Portionieren Sie das und überfordern Sie sich nicht. Sie persönlich wissen, wie lange Sie eine Schreib-Session aushalten, wie lange Ihre Augen konzentriert mitmachen, wie lange Sie auf dem Stuhl sitzen können, ohne zu verkrampfen, wie Ihnen das Thema liegt und ob Sie noch weiter recherchieren müssen.

Es gibt Themen, die gehen einem so aus der Hand. Bei anderen quälen wir uns. Dabei kommt es auch darauf an: Mache ich Auftrags Arbeiten, also schreibe ich für jemanden einen Werbetext oder ein eBook, weil der Käufer als Marketingspezialist genau weiß, was im Augenblick geht und ihm wahrscheinlich wie warme Semmeln aus der Hand gerissen wird? Oder schreibe ich etwas, das mir liegt, wozu ich eine innere Beziehung schnell aufbauen kann? In dem einen Fall quäle ich mich ein wenig, in dem anderen Fall fällt es mir leichter.

Das Projekt sollte Ihnen zeitlich nicht über den Kopf wachsen, und der Text sollte Sie nicht belasten. Wenn Sie das merken, dann legen Sie sofort eine Pause ein. Dann kann alles Weitere nicht mehr gut werden. Schlafen Sie eine Nacht darüber oder unternehmen einen Spaziergang durch den Wald. In der Natur haben Sie einen Notizblock dabei. Bewegung befreit und löst Verkrampfung, manchmal auch Denkblockaden. Wenn Sie spazieren gehen, sind Sie nicht verpflichtet zu schreiben. Der Druck ist weg. Die Gedanken sollten wieder sprudeln. Am besten fällt Ihnen dann zum Thema etwas Persönliches ein.

Das baut Ihre Motivation wieder auf, am Text weiterzuarbeiten. Es gibt Autoren wie zum Beispiel junge Mütter, die nur eine begrenzte Zeit zum Schreiben haben, etwa wenn das Kind für zwei oder drei Stunden im Kindergarten ist. Diesen persönlichen Freiraum nutzen sie dann zum Schreiben. Daraus können hervorragende Kurzgeschichten entstehen.

 Erfahrene Schriftsteller schaffen aber auch in solchen Situationen größere Werke – mit entsprechender Disziplin. So hat Thomas Mann sein Arbeitspensum auf drei Stunden am Tag beschränkt. Von neun bis zwölf Uhr vormittags war seine Schreibzeit, und in der Zeit baute er sich ein umfangreiches Werk aus vielen Einzelinspirationen auf. Man muss an einem Manuskript schon regelmäßig arbeiten. Nur so wird das entstehende Werk eine Einheit und nicht von BrĂĽchen oder Wiederholungen durchzogen. Als Leser muss man den einheitlichen Guss und roten Faden sehen. Reicht Ihre Zeit erkennbar nicht fĂĽr größere Werke, dann sollten Sie es mit kleineren Arbeiten versuchen, also mit Newslettern, Werbetexten, journalistischen Reportagen oder Internet-Content. Es gibt auch Leute, die haben ganz bewusst Angst vor langen Texten. Lässt es sich mal nicht vermeiden, einen Text flĂĽssig weiterzuschreiben und bleibt er tagelang liegen, sollten Sie zumindest vor dem Weiterschreiben zuerst den gesamten Text noch einmal intensiv lesen, um wieder einen Einstig in die Materie zu finden.

Tipp 5. Motivation beim Buch schreiben

„Schreiben Sie jeden Tag, egal was passiert“, empfahl schon Ernest Hemingway jungen Autoren. Was Sie beim Schreiben bemerken werden, haben Sie sicher auch schon bei anderen Tätigkeiten beobachtet: Es gibt Tage, an denen fühlt man sich nicht gut, und die einzelnen Sätze fließen nur zäh wie Leder. Man ist ausgelaugt, nichts fällt einem mehr ein. Doch gerade dann kann plötzlich durch Zufall Einzigartiges entstehen. Die zündende Idee. Qualität und Ergebnisse von Texten sind selten vorhersehbar. Man muss nur immer dranbleiben und darf sich nicht unterkriegen lassen. Das Dran bleiben ist nämlich eine wichtige Voraussetzung, aber auch eine Kunst.

Nicht jeder hat so viel Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Jeder braucht seine individuelle Motivation. Und die ist unterschiedlich ausgeprägt. Sie brauchen also feste Arbeitsstrukturen, um erfolgreich zu schreiben. Sie bestimmen selbst, wie fest die sein sollen. Mancher kommt mit weniger Disziplin aus, ein anderer muss ständig zum Weitermachen geprügelt werden.

Man kann sehr gut individuelle Routinen nutzen, etwa nach dem Aufstehen, Duschen und einem kräftigen Morgen-Kaffee zu schreiben. Man kann auch Schreib-Rituale etablieren, etwa immer dann zu schreiben, wenn man gute Einfälle hat oder aber zum Schreiben nur die Tastatur, einen Stift in die Hand zu nehmen. Solche Rituale sollen Ihnen helfen, intensiv und gut zu arbeiten.

Wichtig sind ein paar Äußerlichkeiten, die beim Schreiben helfen. Wir haben oben bereits darüber kurz gesprochen. Sie brauchen einen Schreibplatz, der Sie so wenig wie möglich ablenkt. Suchen Sie sich die für Sie beste Tageszeit aus. Legen Sie von vornherein Schreibpausen fest, ihr Länge und was Sie dann anstelle des Schreibens tun wollen, einen Tee trinken zum Beispiel, an die frische Luft gehen oder einen Spaziergang unternehmen. Nicht alles ist gleich von Anfang an perfekt. Sie müssen also experimentieren, um Ihren ganz persönlichen, eigenen Rhythmus zu finden. Arbeiten Sie also zu Beginn des Schreibens an einer optimalen Schreibroutine. Ganz wichtig ist es, sich nur auf das Schreiben zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen.

Haben Sie auf Ihrem Schreibtisch Utensilien stehen wie eine Frauenbüste oder ein Foto von den Chippendales (den halbnackten Muskeltypen aus Florida), dann lenkt Sie das garantiert ständig ab. Schaffen Sie sich also eine störungsfreie Atmosphäre, in der Sie ganz nah bei Ihrem Text bleiben. Sie können eine gute Schreib-Stimmung schaffen, indem Sie sich optimal einstellen: frisch geduscht, ein wenig Morgengymnastik, frische Luft, ein gutes Frühstück oder Essen, bequeme Kleidung, sauberer Arbeitsplatz, ja, Sie werden sich wundern: Auch die Art der Tastatur oder des Stifts können Sie beeinflussen. Haben Sie die gängige schwarze Tastatur, werden Sie ständig irgendwelche Staubflusen stören. Am Ende sind Sie mehr mit dem Wischen als mit dem Schreiben beschäftigt. Eine helle Tastatur schafft das Problem weitgehend beiseite. Oder ein Schreibstift mit einem bestimmten Schließ-Mechanismus reizt Sie ständig, damit zu spielen und lenkt Sie so vom Texten ab. Oder vielleicht beruhigt Sie es, wenn Sie vor dem Start „Ihre Post“ durchgesehen, also Emails gelesen haben. Unter Umständen geben die Ihnen auch zusätzliche Inspiration. Wir kennen alle Sprüche wie „Ein voller Bauch studiert nicht gern“. Das trifft auch fürs Schreiben zu.

Nach einem opulenten Dinner wird Ihnen das Schreiben schwerfallen, ebenso nach einem weinseligen Abend. Das Frühstück sollte also auch nicht unbedingt mit Bacon und Rührei sowie Croissant ausgestattet sein. Manchmal reicht ein Pott Kaffee. Achten Sie auf gesunde Körperhaltung beim Schreiben.

Wichtig ist, wenn Sie am Computer arbeiten, die richtige Sitzhaltung mit einem optimalen Abstand Auge-Screen einzuhalten. Sonst ermüden Sie zu schnell beim Texten, und der Entstehungsprozess Ihrer Story oder Ihres Buchs wird sehr schwerfällig. Gute Lichtverhältnisse, bequeme Fußstellung, ein ergonomischer Sitz und viele andere Kleinigkeiten können das Schreiben angenehm und erfolgreich gestalten. So lösen Sie unter Umständen auch im Vorfeld schon Schreibblockaden.

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Tipp 6. Inhalt und Form

Was passt eigentlich im Text zusammen? Wie geben Sie am besten ein Ereignis wieder? Es gibt dafür gleich mehrere Formen. Als Journalist berichten Sie aus einer Distanz heraus und fassen das Erlebte, Gesehene, Gehörte oder Erlesene als nüchterne Reportage oder als Zeitungsbericht ohne eigene Wertungen (Kommentare) zusammen. Denn eigene Meinung muss in jeder Zeitung als solche auch besonders gekennzeichnet sein. Früher war es eine beliebte Form, nach Ende des nüchternen Berichts und der reinen Mitteilung des Ereignisses an die Leser ein Sternchen zu setzen. Danach durfte dann ein Kurzkommentar, eine persönliche Meinung, die nicht unbedingt mit dem Empfinden der Allgemeinheit übereinstimmen musste, folgen. Das gleiche Ereignis kann aber auch als bildhafte, blumenreiche Beschreibung geschildert werden. Man kann aber auch zum Mittel der dramatischen Szene greifen und in packender Form wie einen Krimi vermitteln. Deshalb ist es für Sie als Schreiber wichtig, dass Sie, bevor Sie starten, Ihre Stoffsammlung, Ihre Stichworte, Notizen genau durchsehen und sich dann entscheiden, in welcher Form Sie das nun präsentieren wollen: als Zeitungsbericht, Sachbuch, Problemlöser, Beschreibung oder Szene (Roman). Am einfachsten haben es hier Journalisten. Ihnen bleiben nur Nachricht, Bericht, Reportage oder in seltenen Fällen ein kompletter Kommentar.

NĂĽtzlicher Tipp:

Schreiben Sie episch lange Texte, sollten Sie sich eine gute Mischung aus Beschreibung und Szene zurechtlegen. Sie wollen Ihre Leser bei Laune halten und dass die Ihre Texte ganz lesen, also bis zum Schluss. Beide haben ihre Bedeutung im langen Text, auf keine Form sollte man deshalb von vornherein ganz verzichten. Eine Beschreibung ist nicht so lebendig wie eine Szene. Dennoch ist sie unverzichtbar, liefert sie doch Hintergrundinformationen. Sie stellt Bezüge zu anderen Personen oder Situationen und Erlebnissen her. Aber eine Beschreibung fasst auch Entwicklungen in einem Text zusammen. Als Leser bleibt man oft nur Betrachter außerhalb des Geschehens. So ist man auch weniger beteiligt. Nur selten wird eine emotionale Faszination des Lesers erreicht, wie sie eine lebhafte Szene auslösen kann. Die Szene dagegen vergegenwärtigt das Ereignis.

Als Autor entwerfen Sie einen Ortsrahmen, in der die Szene stattfindet, und einen Zeitrahmen, in dem Sie Ihre Personen auftreten und beispielsweise Dialoge führen lassen. Der Leser findet sich irgendwie in einer real erlebten Situation wieder. Er ist mittendrin, manchmal auch Teil des Geschehens, wenn man es geschickt formuliert. Er wird quasi durch das Stilmittel der Szene als erste Wahl bei dramatischen Momenten mit in die Geschichte hineingezogen. Der Raum sowie die handelnden Figuren werden durch Worte visualisiert. Allerdings benötigt man dafür auch viel Lesezeit, um beispielsweise Dialoge wörtlich wiederzugeben. Man muss als Schreiber viel erzählen und erklären. Welche Texte verkaufen sich nun besser? Tatsache ist, wer seine Leser fesseln will, setzt auf bis zu 80 Prozent auf szenische Texte. Selbst beim dokumentarischen Schreiben können und sollten Sie hin und wieder packende Szenen einbauen.

Tipp 7. Sie schreiben fĂĽr den Leser

Viele Autoren wollen sich in ihren Texten selbst verwirklich, gehen viel zu verspielt mit der Sprache um. Machen Sie sich eins klar: Sie schreiben nicht für sich, sondern für Ihre Geldtasche. Sie dürfen zwar Ihren eigenen Stil mitbringen, aber sollten Sie sich auch ein gehöriges Maß auf Ihre Käufer einstellen. Schreiben Sie in der Sprache, die Ihre Kunden sprechen. Wenn Sie also Texte an junge Menschen verkaufen wollen, dürfen Sie sie beim Schreiben auch mit „Du“ ansprechen und eher locker texten.Wollen Sie ältere Leute davon überzeugen, Ihre Rente zu genießen, werden Sie ehr glaubwürdig rüberkommen, wenn Sie eine höfliche, etwas distanzierte „Sie“-Form wählen und keinen allzu jungen Stil wählen. Grundsätzlich soll man sich auch mit Sprache nicht anbiedern. Entweder man kann´s oder man lässt es. Versuchen Sie also nicht verkrampft einen auf jugendlich zu machen. Das geht daneben.Auch wenn man sich in gewisser Weise seiner Klientel nähern sollte, muss man sich auch immer vor Augen halten: Geschriebenes oder Gedrucktes steht Schwarz auf Weiß wie in Stein gehauen da – und bleibt auch so. Es sind quasi lebenslange Beweisstücke. Es gilt zwar immer auch: „Nichts ist älter als die Zeitung von gestern.“ Aber gesprochene Worte, auch im Fernsehen und Rundfunk, sind schneller vergessen und weniger kontrollierbar als Gedrucktes. Man rät Schreib-Startern zwar, mal mit dem Schreiben anzufangen wie man auch spricht. Doch gesprochen geht vieles mehr als geschrieben. Man kann schon mal sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Aber gedruckt geht nicht alles so.

Aber grundsätzlich liebt der Leser eine einfache und daher auch eingängige Sprache. Sie sollte knapp und zeitsparend sein, klar und unmissverständlich. Nun gut, es gibt Autoren, die ihren Lesern manche Dinge nicht klar ins Gesicht sagen wollen. Sie nutzen dann Metaphern oder Ironie, was sehr schwierig zu verstehen ist. Dazu muss man schon den Autor und seinen Stil sehr genau kennen. Ironie muss man erkennen können, um den Text richtig einzuordnen. Versuchen Sie erst gar nicht, solche komplizierten Situationen aufkommen zu lassen. Das stiftet Verwirrung. Ja, es ist leider so: Die Grundregel der Einfachheit beim Schreiben missachten sehr viele Autoren. Es ist einfach schade. Denn so wird einfach vieles erst gar nicht gelesen. Deshalb sollten Sie Ihren Text immer wieder auf Einfachheit überprüfen. Es gibt immer einen Weg, komplizierte Dinge auch einfach zu beschreiben.

Diese Selbstkontrolle ist so wichtig, um als Schreiber nicht abzuschweifen. „Kann mich der Leser noch verstehen“, diese Frage müssen Sie sich selbst immer wieder stellen, um eine gewisse Betriebsblindheit in Ihren Texten zu vermeiden. Erhöhen Sie also die Verständlichkeit Ihrer Sätze, indem Sie mit jedem Wort ringen. „Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass sie jeder verstehen kann“, sagte schon der Philosoph Arthur Schopenhauer. Man kann das also auch lernen, selbst wenn es noch so schwer ist, verständlich zu schreiben. Und wie oben bereits erwähnt: Wählen Sie die freiwillige Selbstkontrolle, indem Sie Ihre Texte zwischendurch mal von Freunden lesen lassen. Dann wissen Sie, ob Sie noch in der Spur sind.

Tipp 8. Roter Faden beim Buch schreiben

Schon bei der Stichwort-Notiz sollten Sie einen roten Faden ausmachen, so wie der Journalist in der Pressekonferenz schon in Gedanken seine Headline formuliert. Ganz gleich, ob Sie einen Roman schreiben oder ein Sachbuch: Ihr Text muss logisch aufeinander aufbauen. Die einzelnen Handlungen müssen schlüssig in der Abfolge sein. Nur so schreiben Sie erfolgreich Texte und verdienen Ihr Geld damit. Wenn Sie bei der Materialsammlung sind, können Sie beispielsweise mit einem roten Marker Hauptpunkte hervorheben, aus denen Sie später das Inhaltsverzeichnis schreiben. Das ist Ihr Gerüst, um das herum Sie nun Ihre Geschichte schreiben. Bevor Sie anfangen, Ihre Stichworte zur Story auszuformulieren, muss der rote Faden festliegen.

Während Sie schreiben, sollten Sie die einmal vorgegebene Linie immer wieder überprüfen. Sind Sie noch auf Spur? Sie haben zwar zunächst eine Handlung. Aber die ergibt noch keine Geschichte. Dazu fehlt noch der rote Faden. Erarbeiten Sie sich also Ihren roten Faden. Legen Sie fest, welche Charaktere in Ihrer Geschichte Leben gewinnen sollen, welche wie und wo aufeinanderstoßen. Wie hängen die verschiedenen Ereignisse zusammen und wie beziehen sie sich aufeinander? Ihr roter Faden ist die Geschichte, die von Ihnen vorab festgelegte Story oder die Problemlösung, das, was Sie daran fasziniert. Den roten Faden müssen Sie beim Schreiben immer im Blick haben. Am besten ist, man schreibt den roten Faden auf ein Extra-Blatt und hat es neben seiner Tastatur oder seinem Notizbuch immer separat liegen. Wie Sie nun Ihre Geschichte oder Ihr Sachbuch erzählen und mit welchen Textmitteln Sie arbeiten, das ist Ihr Stil, Ihre Sprache. Diese Mittel sind dabei lediglich kleine Helfer, um den roten Faden nicht zu verlieren.

Sie brauchen dafür eine große Disziplin. Ständig lauert die Gefahr, dass Sie sich in Nebenschauplätzen verzetteln. Vermeiden Sie in Ihrem Text nach Möglichkeit blinde Motive oder lose Enden. Das verwirrt Ihre Leser unnötig. Der Überblick in Ihrem Text geht sonst verloren. Deshalb sollte es in Ihrem Werk auch möglichst kein Element geben, das keine präzise Rolle hat oder keinen Bezug zu einem der Erzählstränge, die Ihren roten Faden ausmachen. Wenn Sie plötzlich interessante Begebenheiten einbauen wollen oder Randfiguren, dann bringen Sie das in Bezug zur Gesamtstory. Sonst hängt das irgendwie in der Luft.

Manchmal hat man plötzlich Einfälle, die rein gar nichts mit dem Werk zu tun haben, aber irgendwie lebhafte Schmonzetten sind. Das lockert Ihre Geschichte auf. Aber lassen Sie das nicht einsam im Raum stehen. Dann stört es nur. Der Leser fragt: Was soll das denn? In welchen Zusammenhang bringe ich das nun?

Wenn der Leser allzu viel überlegen muss, ist der Text nicht gut. Selbst bei Krimis gibt es am Ende eine Auflösung, die Beziehung zurück zur Tat oder sagen wir zum Gesamtwerk.

Tipp 9. Er, sie oder ich?

Aus welcher Perspektive heraus erzählt man eine Geschichte? Gerade bei eBooks kann es manchmal sehr nützlich, authentisch und qualitativ klasse sein, in der so genannten „Ich“-Form zu schreiben. Man textet quasi als Fachmann, aus seinen Erfahrungen. „Ich habe das persönlich erlebt. Glaubt mir also. Es stimmt wahrhaftig. Ich bin Spezialist auf diesem Gebiet!“

In der klassischen Literatur dagegen ist der „Ich“-Erzähler mehr und kennt auch die Gedanken aller anderen agierenden Personen in der von ihm erzählten Geschichte. Er tritt offen und allwissend auf (wie der Fachmann im Problemlöser-eBook). Der „Ich“-Erzähler kann die Geschichte aus seiner Sicht schildern. Er beschreibt andere Personen aus seinem Blickwinkel heraus. Dies ist eine heute sehr beliebte Erzählform. Das „Ich“ ist nämlich sehr variabel. Man kann es als Nebenfigur einsetzen oder sogar als Hauptdarsteller oder wichtigste Person in der Story. Grundsätzlich muss man sich zuvor auf die Wahl des Erzählens festlegen, auf seine Person, seinen Standpunkt und seine Perspektive. Das ist für die Wirkung sehr wichtig und wie die gesamte Geschichte wahrgenommen wird. Als Erzähler kann man sich beliebig den handelnden Personen nähern, ihre Gedanken wiedergeben, ja sogar mit ihnen selbst identisch werden. Rein grammatikalisch unterscheidet man dabei in zwei Erzählformen: Die erste und dritte Person im Singular, also die „Ich“-Form oder die „Er“- beziehungsweise „Sie“-Form.

Man hat somit insgesamt drei Möglichkeiten. Als „Er“- oder „Sie“-Erzähler ordnet man sich den Figuren unter. Schreiben Sie also als „er“ oder „sie“, treten Sie als Handelnder persönlich nicht auf. Man erzählt eine Geschichte aus der Distanz, so quasi als unabhängige Institution – eigentlich auch eine beliebte Form. Es ist auch die heutzutage häufigste Erzählform, weil sie für fast alle Texte eingesetzt werden kann. Man selbst steht nicht im Mittelpunkt, muss nicht als Spezialist und Fachmann herhalten, kann sich aber auch an die „Ich“-Form annähern.

Tipp 10. Auf die richtige Komposition kommt es beim Buch schreiben an

Sie wissen ja: Sie müssen, wenn Sie Erfolg haben wollen, Ihre Leser bis zum Ende fesseln. Das macht gute Geschichten und Bücher aus. So unterschiedlich der Inhalt Ihres Textes auch sein mag, der Aufbau ist bei fast allen guten Romanen, Ratgebern und oft auch bei Kurzgeschichten ähnlich. Sie stoßen eine Handlung packend an. Dann bauen Sie den Spannungsbogen auf – mit einer unaufhörlichen, in sich stimmigen Steigerung der Konflikte, Schilderungen und Erlebnisse. Sie beleben Ihren Text mit überraschenden Elementen. Schnellere und langsamere Phasen wechseln sich ab. Die Stimmigkeit ist wichtig.

Vor allem der Ablauf der Handlungen, der Aufbau der Problemlösungen muss nachvollziehbar sein. Sie können zum Beispiel nicht die Lösung eines Problems verraten, bevor Sie nicht das Problem selbst erst mal beschrieben haben. Ein Ratgeber über Psychosen und wie man diese überwindet muss erst mal aufzählen, welche unterschiedlichen Psychosen es gibt. Auch die Lösungsansätze sollten schlüssig sein: vom Erkennen, über den Arztbesuch zu Medikamenten und vielleicht alternativen Heilmethoden. Sie komponieren also einen Text, ob Buch oder Newsletter. Sie sollten ihn bis zum Schluss spannend halten, Lösungen nicht zu früh verraten, Ihre Geschichte mit Geheimnissen im Rennen lassen. Sonst verpufft Ihre Story und wird nicht mehr bis zum Ende gelesen.

Genauso wichtig ist der Anfang. Er muss den Leser verlocken, ihn in eine Geschichte hineinziehen, die wie für ihn und sein Interesse geschrieben ist. Bei Fernsehkrimis ist das meist ein spektakulärer Mord zu Beginn, um den herum sich dann die spannende Verbrecherjagd entwickelt bis zur finalen Festnahme oder zur verblüffenden Lösung.

Ein Sachbuch hebt ein persönliches Problem mit einer statistischen Zahl in ein Allgemein-Problem, das tausende ebenso haben. Oder die immensen volkswirtschaftlichen Auswirkungen einer Krankheit rücken in den Fokus. Der Leser wird mit für ihn überraschenden Zahlen beeindruckt – oder mit einer waghalsigen Aussage wie „Jeder kann seine Traumfrau bekommen!“. Und gleich am Anfang erfährt der Leser auch die Machart des Buches, die Erzählweise, Stil, Sprache und so weiter. Mit dem Anfang tun sich die meisten Autoren am schwersten und schreiben ihn deshalb, wenn das gesamte Werk fertig ist.

Allerdings gibt es auch eine umgekehrte Arbeitsweise, nämlich dann, wenn Sie fürs Internet schreiben und mit den Texten vor allem reich werden wollen. Dann muss die Einleitung quasi der Vermarktungstext sein, der Newsletter oder Einstiegstext für eine Verkaufs-Homepage. „Text sells“ steht dann im Vordergrund. Die Einleitung muss von so großem Nutzen und Interesse werden, dass der potenzielle Kunde kauft. Einleitungen entscheiden dann über Erfolg oder Niederlage eines Produkts.

Genauso wichtig ist der Schluss. Was soll man noch schreiben, wenn das Problem gelöst, der Mordfall aufgeklärt ist? Nun gut, in Romanen fällt es leichter, sich für das Ende noch ein verblüffendes Bonmot aufzusparen. Aber was soll man am Schluss eines Sachbuchs noch schreiben? Vielleicht viel Erfolg wünschen, nochmal zum Kauf des Buches gratulieren – alles richtiggemacht!? Es gibt kein Patentrezept, aber einen Tipp: Den Schluss sollte man schon während des Schreibens im Hinterkopf haben und grob ausformulieren. Dann bewegen Sie sich zielstrebig darauf zu. Je nach Produkt kann der Schluss einen versöhnlichen Ausgang beschreiben, noch unbeantwortete Fragen aufwerfen, in die Zukunft weisen oder aufbauende Werke empfehlen.

 Generell gilt: Wer Texte gut komponiert, ĂĽberstrapaziert die Geduld des Lesers nicht. Sie als Autor sind sozusagen der Stadt- oder WanderfĂĽhrer, der den Leser logisch durch den Text fĂĽhrt. Das hat man nicht gleich von Anfang an drauf. Ăśbung macht auch hier den Meister. Experimentieren Sie mit dem Aufbau Ihrer Geschichte so lange, bis er Ihnen stimmig erscheint. Immer wieder lesen, kann man da nur empfehlen, und Schwachstellen erkennen, ausmerzen. Ihr Leser wird es zu schätzen wissen und Ihnen dankbar sein.

Tipp 11. Sprache ist Ihr Handwerkszeug

Mit Ihrer Sprache und Ausdrucksform haben Sie eine unmittelbare Verbindung zum Leser. Es ist Ihr Handwerkszeug für das, was Sie ausdrücken wollen. Sprache entscheidet darüber, ob Sie beim Leser ankommen, er Ihre Bilder, Gefühle, Vorstellungen versteht und Ihnen folgen kann. Sprache macht also eine Geschichte lesbar oder unverständlich. Sprache ist Ihr persönlicher Schreibstil und künstlerische Ausdrucksform. Letztendlich verkauft Ihre Sprache auch oder wird zum Ladenhüter. Ihre Story kann noch so brillant sein: Wenn der Funke sprachlich nicht überspringt, ist alle Mühe und sind alle guten Gedanken umsonst. Sie brauchen deshalb als Autor eine exzellente Sprachkompetenz. Das kann man lernen, wie wir teils schon oben beschrieben haben. Hier noch einmal wichtige Tipps, wie wir unseren eigenen Stil formen und entwickeln können:

Lesen Sie BĂĽcher Ihrer literarischen Vorbilder oder von anerkannten Autoren, Bestsellern. Versuchen Sie mal, diese spielerisch beim eigenen Schreiben nachzuahmen.

Erweitern Sie Ihren sprachlichen Horizont und Ihre eigene literarische Bandbreite durch Lesen vieler und möglichst unterschiedlicher Texte. Notieren Sie sich dabei gelungene Bilder und Vergleiche.

Hören Sie Experten in Talkshows genau zu oder lesen Sie Interviews. Verinnerlichen Sie dabei die Fachsprache verschiedener Berufe und unterschiedlicher Bildungsstände.

Schauen Sie den Menschen aufs Maul. Spielen Sie öfter mal „Mäuschen“ und lauschen heimlich Leuten in Kneipen, bei Gesprächen in der Bahn oder im Kaufhaus. Erkennen Sie sprachliche Eigenheiten, zum Beispiel, wenn Frauen oder Männer sich unterhalten, wie Jugendliche in der Gruppe reden, wie Kinder plappern. Gestik, Mimik und Art der Dialogführung sind dabei ebenso interessant zu beobachten.

Tipp 12. Mit allen Sinnen schreiben

Ihr Text muss buchstäblich atmen können. Die Geschichte muss fast lebendig vor dem Leser auftauchen, zum Greifen nahe wie im 3D-Kino. Mit langweiligen und langatmigen Erzählungen holen Sie niemanden hinter dem Ofen hervor. Deshalb müssen Sie als Schreiber auch versuchen, mit Ihrem Text alle Sinne anzusprechen: riechen, hören, schmecken, sehen, fühlen. Ja, lassen Sie Ihre Leser den Stoff auch schmecken, riechen. Wenn Sie sich das immer vergegenwärtigen, werden Sie auch eine entsprechend blumige Sprache finden. Vergessen Sie solche Erlebnisse nicht anzusprechen. Am besten gelingt Ihnen das, wenn Sie Ihre eigenen Sinne während des Schreibens wahrnehmen und in Wörter umsetzen.

Nur wer selbst erlebt hat, wie übel Fisch riechen kann, der beschreibt das auch anschaulich. Der Duft von Rosen oder Gras, Wald oder Meer – beschreiben Sie das mal, und schon machen Sie Ihre Geschichten sinnlich. Es gibt einen Trick, den Sie nutzen sollten. Damit überprüfen Sie Ihren eigenen Text, ob er sinnlich geschrieben ist und ob Sie auch alle Sinne angesprochen haben. Lesen Sie Ihren Text laut vor. Am besten zeichnen Sie das mit einem Diktiergerät oder Ihrem Smartphone auf. So können Sie beim Hören die Augen schließen und überprüfen, was Sie jeweils gedanklich spüren, riechen, schmecken und sehen. So fallen Ihnen auch am ehesten Formulierungs- und Logikfehler auf.

Tipp 13. Bleiben Sie Ihrem Stil treu

Verbiegen Sie sich beim Schreiben nicht und biedern Sie sich nicht auffällig einer bestimmten Gruppe an. Bleiben Sie immer sich und Ihrem eigenen Stil treu. Das ist übrigens einer der wichtigsten Tipps, die erfahrene Texter Neulingen mit auf den Weg geben. Sprache müsse ein Kunstgriff sein, verfremdet werden, auffallen und sperrig sein. Das können sich Erfolgsautoren vielleicht leisten. Nur wenige junge und neue Autoren beherrschen diesen Kunstgriff gleich von Anfang an. Schreiben Sie ehrlich, dann entsteht Ihr persönlicher Stil von selbst. Machen Sie sich selbst nichts vor. Kein Stil entsteht durch gestelzten Sprachgebrauch. Ganz abgesehen davon wirkt das auf Ihre Leser eher abstoßend. Die durchschauen nämlich schnell, ob der Text ehrlich und authentisch ist. Jeder kann seinen Stil immer selbst überprüfen, indem er sich die von ihm geschriebenen Szenen oder Lösungsvorschläge selbst mit geschlossenen Augen vorstellt. Nehmen Sie einen Ratgeber, um sich einen Sixpack anzutrainieren. Stellen Sie sich nur mal Übungen vor, die dazu geeignet sind. Machen Sie die in Gedanken oder real mal. Schließen Sie die Augen. Sie können auch nur imaginäre Übungen machen. Oder Sie haben wörtliche Rede in Ihren Texten. Lesen Sie Freunden vor. Danach überlegen Sie, was noch zu verändern ist, damit das alles noch echter wird.

Tipp 14. Weniger ist oftmals mehr!

Es fällt jedem auch noch so guten Autor schwer, sich klar und knapp zu fassen. Manchmal entwickeln Geschichten auch eine gewisse Eigendynamik. Diese eigenen Gesetzmäßigkeiten entfalten sich plötzlich in Passagen wie von selbst und geht dann seine eigenen Wege. Man schweift ab und merkt es erst viel später. Die meisten Schreiber haben zwar Ihren roten Faden, können aber erst am Schluss des Werkes mit Gewissheit sagen, was wichtig ist und was verzichtbar. Sie haben am Anfang jede Idee gesammelt und alles in Ihrem Brainstorming einbezogen, was Ihnen irgendwie eingefallen ist und wichtig erschien. Erst mit einem gewissen Abstand zum Gesamtwerk können Sie sich auch wieder trennen – von Passagen, Personen, Erlebnissen oder Lösungsansätzen, die dann nicht mehr so wichtig sind. Immer wieder die Fragen stellen:

Ist der Text notwendig für den Gesamtzusammenhang? – und: Wird das, was wichtig ist für den Gesamtzusammenhang, auch klar genug dargestellt? Wir haben heute meistens einen Computer zum Schreiben als unser großes Hilfsmittel. Man kann Absätze entfernen oder hinzufügen, eine A-Version schreiben und danach eine reduzierte B-Version. Sie haben eine ausführliche, allumfassende Erstfassung und legen dann einen Ordner „Klar und knapp“ an. Früher war das alles etwas mühsamer, mit Schreibmaschine. Man schnitt dann zum Beispiel ein Blatt Papier in Abschnitte auseinander und klebte dann unterschiedliche Fetzen zu einem neuen Ganzen aneinander. Aber auch so ist es möglich wie auch mit handschriftlichen Notizen im Zettelkasten. Übrigens ist das heute auch immer noch gängiges Verfahren von Wissenschaftlern, die beispielsweise sehr komplexe Werke mit schwieriger Materie über Jahre erarbeiten wie Doktorarbeiten. Da hat man dann am Ende einen großen Zettelkasten und muss den zu einem roten Faden ordnen.

Tipp 15. Am Ende steht der Rotstift

Die wichtigste Aufgabe jedes Schreibers kommt immer zum Schluss: Die kritische Überprüfung des Gesamtwerkes. Ist alles in der logischen Reihenfolge? Ist man irgendwo ausschweifend geworden? Sind verzichtbare Passagen enthalten? Am Ende steht der dicke Rotstift. Das, was in vielen Schritten entstanden ist, muss gründlich überarbeitet werden. Klopfen Sie Ihren Text systematisch auf Schwachstellen ab. Sie haben einen Text geschaffen und keine Stein-Statue, die Sie im Zweifel wegschmeißen können, wenn Sie sich an einer Stelle verhauen haben. Text ist bis zum Ende formbar. Nutzen Sie die Chancen, ihn zum Optimum zu korrigieren. Manchmal werden Sie sich davor erschrecken, wie viel noch gekürzt wird, was alles überflüssig ist. Aber auch beim Text gilt: Weniger ist manchmal mehr.

Wenn Sie das alles beherzigen, sind Sie auf dem besten Weg zu einem optimalen Text, der auch alle Voraussetzungen hat, Geld zu verdienen. Und darum geht es ja. Sie wollen sich reich schreiben. Also muss Ihr Text auch verkaufsfähig sein – und mehr als das: optimal, ja fast Bestsellerverdächtig!

Ihr nächster Schritt zum erfolgreichem Buch schreiben

Sie sehen also, dass es viele verschiedene Aspekte gibt, die beim Schreiben eines Buches berücksichtigt werden müssen. Wenn Sie sich entscheiden, ein Buch zu schreiben, sollten Sie diese Tipps befolgen, um sicherzustellen, dass Ihr Buch die bestmögliche Chance hat, erfolgreich zu sein.

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